Folge Uns:

Die 3 Tauchgangsphasen

Tauchgangsphasen

Die 3 Tauchgangsphasen

Bei jedem Tauchgang durchlaufen wir drei Phasen: Kompression, Isopression und Dekompression.

Lies weiter, um mehr über jede von ihnen zu erfahren, darpber was in jeder Phase passiert und worauf du dabei achten solltest. Am Ende des Artikels erkläre ich auch zwei zusätzliche Phasen, die oft vernachlässigt werden, aber super wichtig zu planen sind.

Obwohl ich in diesem Artikel viele potenzielle Gefahren aufzähle wirst du immer sicher tauchen, solange du dich an die Regeln und Techniken aus deinem Open Water Diver Kurs hältst! 😃

Was sind die 3 Tauchgangsphasen?

Die drei Hauptphasen eines Tauchgangs sind die Kompressionsphase, die Isopressionsphase und die Dekompressionsphase. Sie sind nach dem Druckverhältnis benannt, das wir in jeder von ihnen erleben.

Im Folgenden wird unser treuer Social Diver dabei sein, um es etwas anschaulicher zu machen.

Tauchgangsstart
Die 3 Phasen eines Tauchgangs

Außerdem baue ich die Vorbereitungsphase und die Nachbesprechungsphase gerne in meine persönlichen Briefings ein, weil sie genauso wichtig sind, aber oft vergessen oder zu leicht genommen werden.

Warum solltest du die Phasen eines Tauchgangs kennen?

„Plane den Tauchgang, tauche nach Plan“ ist wahrscheinlich eine der ersten Regeln, die du während deines Open Water Diver Kurses gehört hast, und das zu Recht.

Nur mit einem soliden Tauchplan kannst du sicherstellen, dass du und dein Tauchpartner während des gesamten Tauchgangs sicher bleiben und eure Zeit unter Wasser ohne Probleme genießen könnt.

Daher ist es wichtig, dass du die Unterschiede zwischen ihnen verstehst, weißt was mit deinem Körper und deiner Tauchausrüstung passiert und wie sich das alles auf deine Sicherheit während eines Tauchgangs auswirkt.

1 Kompressionsphase

  • Dauer: Kurz
  • Flaschendruck: Hoch (200 bis ~170bar)
  • Abstiegsgeschwindigkeit: Mittel bis schnell (~10-20m/Minute)
  • Größte Herausforderungen: Richtiger Druckausgleich
  • Wichtige Erinnerung: Führe einen „Bubble Check“ oder „Kontrollstopp“ in 3-5 Metern Tiefe durch

Jeder Tauchgang beginnt mit der Kompressionsphase. Beim Abstieg steigt der Wasserdruck und komprimiert dadurch unsere Tauchausrüstung und unseren Körper.

Kompressionsphase
Die Kompressionsphase beim Tauchen.

Dies unterliegt dem Gesetz von Boyle-Mariotte, das du in meinem Leitfaden zu den Tauchgasgesetzen nachlesen kannst.

Denke daran, immer richtig auszugleichen, um ein Barotrauma in deinen Ohren, deiner Maske oder anderen luftgefüllten Hohlräumen in deinem Körper zu vermeiden!

Wir beginnen mit dem Abstieg zusammen mit unserer Tauchgruppe, Tauchpartner oder Guide und versuchen so schnell wie möglich die Zieltiefe zu erreichen, um Luft zu sparen und die Stickstoffbelastung so gering wie möglich zu halten.

Wie du in deinem Anfängerkurs gelernt hast, ist es wichtig, einen Kontrollstopp einzubauen.

Dieser wird manchmal als „Bubble Check“ bezeichnet und bei diesem macht jeder Tauchpartner unter Wasser eine 360°-Drehung, damit seine Tauchpartner nach Luftlecks, fehlenden oder fehlerhaften Luftströmen suchen können und alle ihre Tarierung richtig einstellen können.

Kontrollstop
Der Kontrollstopp hilft dir, potenzielle Probleme unter Wasser zu erkennen, bevor sie auftreten.

Bei den meisten Sporttauchgängen sollte deiner maximale Tauchtiefe (MOD) mit mindestens 170 bar erreicht werden.

Dies ist möglicherweise nicht immer möglich, insbesondere an ungewöhnlich geformten Riffen, aber es ist eine gute Zielgröße.

2 Isopressionsphase

  • Dauer: Mittel – lang
  • Flaschendruck: Mittel (180 bis ~100bar)
  • Abstiegsgeschwindigkeit: Langsam bis keine
  • Größte Herausforderungen: Korrekte Tarierung, konstante Drucküberwachung, Atemgasvergiftungen
  • Wichtige Erinnerung: Tauche nicht unter deiner zuvor ermittelte MOD (Zieltiefe) und überprüfe regelmäßig dein Druckmessgerät

Während der Isopressionsphase bleibt das Druckverhältnis konstant und bezieht sich auf die Zeit, die du auf der Zieltiefe verbracht hast, ohne viel auf- oder abzutauchen.

Isopressionsphase
Wir sollten uns während der Isopressionsphase an unsere angestrebte maximale Tauchtiefe (MOD) halten.

Die größten Herausforderungen hier beziehen sich hauptsächlich auf die richtige Tauchtechnik, wie z. B. eine gute Tarierung, das Navigieren unter Wasser und das Beobachten unserer Instrumente.

Dein Tauchcomputer zeigt deine aktuelle Nullzeit an, die du niemals überschreiten solltest.

Wenn wir Zeit in der Tiefe verbringen, steigt unsere Atemgassättigung und wir können einer Stickstoffnarkose ausgesetzt sein, wenn wir tief tauchen.

Es ist wichtig, daran zu denken, für die folgende Kompressionsphase einen ausreichenden Luftspielraum zu haben, um Notsituationen wie „zu wenig Luft“ oder sogar „ohne Luft“ vorzubeugen.

3 Dekompressionsphase

  • Dauer: Lang
  • Flaschendruck: Mittel – Reserve (100 bis ~50bar)
  • Aufstiegsgeschwindigkeit: So gering wie möglich (10m/min unter 10m Tiefe, 5m/min darüber)
  • Größte Herausforderungen: Langsame Aufstiegsraten, Barotrauma, DCS
  • Wichtige Erinnerung: Steige so langsam wie möglich auf und mache einen „Sicherheitsstopp“ für mindestens 3 Minuten auf 5 Metern

Bei vielen Tauchgängen ist die Dekompressionsphase die kritischste Phase, wenn wir aufsteigen und unsere Dekompressionsverfahren einhalten müssen.

Wie du während deines Open Water Diver Kurses gelernt hast, müssen wir unseren Körper langsam seine Stickstoffkonzentration senken lassen, um eine Dekompressionskrankheit (DCS) zu verhindern.

Je langsamer wir also aufsteigen, umso besser.

Dekompressionsphase
Die Dekompressionsphase ist oft der kritischste Teil eines Tauchgangs.

Viele Studien zeigen, dass 10 m/Minute unter 10 Meter Tiefe und 5 Meter/Minute darüber optimale Aufstiegsgeschwindigkeiten beim Gerätetauchen sind.

TiefeAufstiegsrate (m)
5-0m1-5m/min
10-5m6m/min
40-10m10m/min
Die allgemein anerkannten Aufstiegsraten beim Tauchen.

Dies wird auch auf vielen Tauchtabellen verwendet und von Ausbildungsagenturen wie iac oder CMAS empfohlen.

Die meisten Tauchcomputer implementieren dynamische Aufstiegsgeschwindigkeiten, die noch schnellere Aufstiege in tiefere Tiefen ermöglichen, ich empfehle jedoch, bei den oben genannten Geschwindigkeiten zu bleiben.

Vorbereitung & Nachbereitung

Ich möchte dich daran erinnern, dass der Tauchgang lange bevor du überhaupt ins Wasser kommst beginnt und nicht endet, wenn du deine Flossen abgenommen hast.

Für einen sicheren und unterhaltsamen Tauchgang müssen wir im Voraus planen und danach eine Nachbesprechung durchführen.

Eine gute Tauchvorbereitung umfasst eine Einweisung in den Tauchplatz, einen Bleicheck beim Tauchen an einem neuen Ort und wichtige Informationen wie Tauchzeit, maximale Tiefe und eine Überprüfung der Handzeichen und Notfallmaßnahmen.

Vorbereitungsphase
Der Tauchgang beginnt lange bevor wir überhaupt ins Wasser gehen.

Während des Debriefings besprechen wir den Tauchgang, wie er gelaufen ist und alles, was wir unter Wasser bemerkt haben und das wir beim nächsten Mal verbessern möchten.

Natürlich ist dies auch ein großartiger Moment, um unseren Tauchgang zu loggen. 😉

Je mehr Mühe du in diese beiden Phasen steckst, umso besser wird der Tauchgang!

Fazir

Ich hoffe, dir hat diese kurze Auffrischung der 3 Tauchgangsphasen gefallen.

Die 3 Phasen eines Tauchgangs sind Kompressions-, Isopressions- und Dekompressionsphase. Jede von ihnen bringt einzigartige Herausforderungen mit sich und es hilft zu wissen, was in jeder von ihnen passiert.

Vernachlässige auch nicht die richtige Planung vor und eine Nachbesprechung nach dem Tauchgang.

Trag dich auf der Email Liste ein um regelmäßige Tipps, Tricks, Einblicke und News direkt in deine Inbox zu bekommen!

Tauche mit uns immer mit Freunden und stets happy bubbles. 😃

Cheers

Julius

Ähnliche Artikel